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Bevölkerung in Minden-Lübbecke schrumpft um sieben Prozent

Die Einwohnerzahl im Kreis Minden-Lübbecke wird in den kommenden 15 Jahren um knapp sieben Prozent zurückgehen. Das geht aus einer Prognose des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor, die das Magazin Der Spiegel in seiner jüngsten Ausgabe veröffentlichte. Betrachtet werden darin die – erwarteten – Veränderungen zwischen 2010 und 2030 in Deutschland. Damit würde die Einwohnerzahl in Minden-Lübbecke bei 293.400 Bürgerinnen und Bürgern liegen. Zurzeit leben rund 310.000 Einwohner im Mühlenkreis.

Die Bevölkerung im Kreis Minden-Lübbecke schrumpft laut einer Prognose bis 2030 um knapp sieben Prozent. Grafik: BBSR

Die Bevölkerung im Kreis Minden-Lübbecke schrumpft laut einer Prognose bis 2030 um knapp sieben Prozent. Grafik: BBSR

Ein Blick in die Prognose zeigt, dass die Wissenschaftler im gleichen Zeitraum mit einer Zunahme der Privathaushalte im Mühlenkreis um 0,1 Prozent rechnen. Die Zahl der Erwerbstätigen in Minden-Lübbecke geht demnach aber um 9,3 Prozent zurück.

Die Veränderung des Durchschnittsalters im Heimatkreis wird vom BBSR bis 2030 mit plus 3,6 Jahren angegeben. Damit läge der Altersdurchschnitt in der Region dann bei 47,1 Jahren. Der Kreis Minden-Lübbecke liegt damit im Vergleich aller Landkreise der Republik im Mittelfeld.

Laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung wird der Altersdurchschnitt in Ostdeutschland besonders deutlich steigen. Während im thüringischen Suhl der Durchschnitt voraussichtlich bei 56 Jahren liegen wird, zeigt sich das hessische Offenbach am Main in 2030 mit einem Altersdurchschnitt der Einwohner von 43 Jahren voraussichtlich als jüngste Stadt.

Nach Angaben des BBSR sind ländliche Regionen besonders vom Einwohnerschwund betroffen. Die Uckermark und Brandenburg gehören zu den Spitzenreitern beim Bevölkerungsrückgang. Zweidrittel der Landkreise und kreisfreien Städte würden Einwohner verlieren, so die Einschätzung der Experten.

Autor: Hans-Jürgen Amtage

Weitere Informationen:
Spiegel Online – Wissenschaft: Deutschland in 15 Jahren
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung: Raumordnungsprognose 2030

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Autor: Hans-Jürgen Amtage

Der Journalist Hans-Jürgen Amtage, Jahrgang 1958, ist Geschäftsführender Redakteur des Pressebüros Hans-Jürgen Amtage | Amtage Medientext in Minden. Nach dem Studium der Sozialwisssenschaften und Publizistik in Göttingen war er unter anderem für eine Yellow-Press-Agentur und als Leiter des Regionalstudios Hannover des Privatsenders RTL und Korrespondent im niedersächsischen Landtag tätig. Außerdem wirkte er als stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter einer führenden lokalen Tageszeitung und Wochenzeitung. Hans-Jürgen Amtage arbeitet als Kommunikationsberater und ist in den Neuen Medien unterwegs. In diesem Blog kommentiert er aktuelle (Mindener) Themen.

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