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Minden: Breites Bündnis setzt auf Kandidat Koerber

Rolf Koerber wird von einem breiten politischen Bündnis als potenzieller Bürgermeisterkandidat unterstützt. Foto: (c) Hans-Jürgen Amtage

Rolf Koerber wird von einem breiten politischen Bündnis als potenzieller Bürgermeisterkandidat unterstützt. Foto: (c) Hans-Jürgen Amtage

Dr. Rolf Koerber, Honorarprofessor für Begabungsförderung und Schulentwicklung an der Universität Leipzig, soll Bürgermeister der Stadt Minden werden.

Am Mittwoch stellte ein breites politisches Bündnis aus CDU, FDP, Grünen, Piraten-Partei und Wählervereinigung Bürger-Bündnis Minden in der Weserstadt den 48-Jährigen als potenziellen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im September 2015 vor. Anfang Mai soll Koerber, der auch Projektleiter „Deutsches Schülerstipendium“ in Sachsen der Roland Berger Stiftung ist, von den Mitgliederversammlungen der Parteien offiziell als gemeinsamer Kandidat nominiert werden. Alle Beteiligten betonten bei der Vorstellung im Victoria-Hotel am Markt, dass Rolf Koerber alle Kompetenzen für die wichtigen Standortfaktoren in Minden vereine.

Der gebürtige Gelsenkirchener promovierte nach dem Lehramtsstudium an der Universität in Siegen. 2000 trat er in die Sächsische Akademie für Lehrerfortbildung als Projektleiter und stellvertretender Direktor ein. Unterschiedliche Stationen unter anderem als stellvertretender Referatsleiter im Grundsatzreferat des Sächsischen Staatministeriums für Kultus und Sport in Dresden folgten.

In Minden war eine Kandidaten-Findungskommission aus Christdemokraten, Grünen und Liberalen auf den CDU-Mann Rolf Koerber aufmerksam geworden, nachdem der sich um die neu zu besetzende Stelle des Bildungsbeigeordneten der Stadtverwaltung beworben hatte. Intensive Gespräche über eine mögliche Bürgermeisterkandidatur des Wissenschaftlers folgten in den vergangenen Wochen. Piraten und Bürger-Bündnis schlossen sich am Dienstagabend dem Personalvorschlag der Findungskommission nach einstimmigen Beschlüssen ihrer Parteivorstände an.

Koerber will unter dem Aspekt „Miteinander für Minden“ nach der offiziellen Nominierung in den Wahlkampf gehen. Schwerpunkte will er vor allem im Bereich Bildung, Kultur und Wirtschaftsförderung setzen. Zudem betonte er, dass er unabhängig von einer Kandidatur an seiner Beigeordnetenbewerbung festhalten werde.

Als Mitbewerber des Pädagogen aus Sachsen um das Bürgermeisteramt steht bereits der Bürgermeisterkandidat der SPD, der Diplom-Ingenieur und Ratsherr Michael Jäcke (53) fest. Außerdem will der freie Bewerber Jürgen Schnake in das Rennen um das Amt des Stadtoberhauptes in Minden gehen.

Fest steht, dass es in der Weserstadt einen neuen Bürgermeister geben wird, nachdem Amtsinhaber Michael Buhre (54/SPD) nach zwei Legislaturperioden nicht wieder zur Wahl antritt. Minden ist, bis auf eine kurze Unterbrechung, seit Jahrzehnten SPD-regiert.

Autor: © Hans-Jürgen Amtage

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Autor: Hans-Jürgen Amtage

Der Journalist Hans-Jürgen Amtage, Jahrgang 1958, ist Geschäftsführender Redakteur des Pressebüros Hans-Jürgen Amtage | Amtage Medientext in Minden. Nach dem Studium der Sozialwisssenschaften und Publizistik in Göttingen war er unter anderem für eine Yellow-Press-Agentur und als Leiter des Regionalstudios Hannover des Privatsenders RTL und Korrespondent im niedersächsischen Landtag tätig. Außerdem wirkte er als stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter einer führenden lokalen Tageszeitung und Wochenzeitung. Hans-Jürgen Amtage arbeitet als Kommunikationsberater und ist in den Neuen Medien unterwegs. In diesem Blog kommentiert er aktuelle (Mindener) Themen.

1 Kommentar

  1. Matthias Beier UB-UWG 23. April 2015 um 0:59 Antworten

    Hallo Herr Amtage!
    Da hätte ich nicht gegen zu wetten gewagt, dass Sie journalistisch auf der Spur sind. Mit lichten Momenten, die Sie immer haben (und manchem „Kandidaten-Trottel“ auch so mal lichte Momente nachsagen). Nun sind wir gerade über den 1. April, aber bei den nun gefunden Preisungen „Honorarprofessor, Wissenschaftler, Begabtenförderer, Pädagoge..“ stellt sich irgendwie doch eine Frage. Muss der werte Herr Kandidat jetzt überhaupt noch was über Minden in Erfahrung bringen oder wissen? Da kann er ja nun so gewählt werden, wenn ausreichend ist dass er das Wort Minden gerade mal schreiben und aussprechen kann. Kleiner Witz ist auch, dass man jemanden offenbar als Beigeordneten-Bewerber erstmal wieder wegschickte, ihn dann als potentiellen BM-Bewerber wieder herholte. Oder haben die etwas so fix auf meinen letzten Kommentar (in Ihrem Blog) gehört, dass man besser einige Beigeordneten-Posten einsparen sollte?
    Grüsse, Matthias Beier UB-UWG

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