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Minden City: Die Tage der Wahrheit

Der Rathausinnenhof in Minden scheint zunächst ein Problemkind zu bleiben. Archivfoto: Edwin-Dodd.com

Der Rathausinnenhof in Minden scheint zunächst ein Problemkind zu bleiben. Archivfoto: Edwin-Dodd.com

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Das ist in Minden nicht anders als in anderen Städten. So hoffen einige Mindener immer noch, dass die Düsseldorfer ITG mit ihrem Frontmann Horst Jütte das angedachte kleine Einkaufscenter zwischen Scharn und Rathausinnenhof realisiert. Trotz des ganzen Ärgers, den der Mann aus der Landeshauptstadt mit Teil- und anderen Eigentümern hatte – und der vermutlich selbst nicht glücklich darüber war, dass er an diesem Mindener Filetstück nichts Halbes und nichts Ganzes verwirklichen konnte.

Heute ist eigentlich der Tag des Schwurs. Denn bis zum 30. Juni hat Jütte Zeit, zu erklären, ob das Mini-Center nun  was werden könnte oder nicht. Viele involvierte Mindener gehen inzwischen davon aus, dass das Innenstadtproblem an dieser Stelle in nächster Zeit nicht gelöst wird. Nicht zuletzt auch wegen der Verhaltensweise der Teileigentümer des  Neuen Rathauses, die seit Jahren die Nase gestrichen voll haben von dem ganzen Theater mit Verfall und (Nicht)Sanierung des sogenannten Deilmann-Baues. Und zur Belohnung bei der geplanten Einkaufscenterlösung auch noch komplett vom innerstädtischen Leben abgebunden würden.

Da mag wenigstens ein kleiner Trost sein, dass die Stadt darüber nachdenkt, die Teileigentumflächen zu kaufen. Wie weit das was wird, lasse ich an dieser Stelle mal dahingestellt.

Gehen wir aber erst einmal davon aus, dass der Deal zwischen Stadt und ITG platzt und das kleine Center nicht gebaut wird. Aber wie mag es weitergehen? Man hofft.

Da stünde schon ein Entwickler bereit, der großes Interesse habe und nicht nur am Scharn und im Rathausinnenhof etwas machen wolle, verlautet aus bekannten Mindener Kreisen, die immer eine Lösung parat haben. Von einer Million Euro ist die Rede, die schon quasi als Sicherung der Stadt geboten würden. Und auch das Problem mit dem Mindener Kaufmann Wolfgang Hüsing, der in dem Quartier ein nicht ganz unbedeutendes Objekt am Scharn quasi über Nacht erworben hatte, könne gelöst werden, heißt es. Man müsse ihm nur ein bisschen mehr bieten als die Anderen es getan hätten. So einfach ist das.

Irgendwie klingt das alles aber etwas halbseiden. Da mag, um bei der Hofffnung zu bleiben, ein gutes Zeichen sein, dass es wohl am ehemaligen Hertie-Objekt an der Bäckerstraße weitergeht. Das Gebäude ist durch Bauzäune komplett gesichert, was darauf hindeutet, dass sich inzwischen jemand in der Pflicht sieht, jene Immobilie sichern zu müssen, aus der bis 2017 ein neues schmuckes Einzelhandelsobjekt werden soll. Wie gesagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Autor dieses Kommentars: © Hans-Jürgen Amtage

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Autor: Hans-Jürgen Amtage

Der Journalist Hans-Jürgen Amtage, Jahrgang 1958, ist Geschäftsführender Redakteur des Pressebüros Hans-Jürgen Amtage | Amtage Medientext in Minden. Nach dem Studium der Sozialwisssenschaften und Publizistik in Göttingen war er unter anderem für eine Yellow-Press-Agentur und als Leiter des Regionalstudios Hannover des Privatsenders RTL und Korrespondent im niedersächsischen Landtag tätig. Außerdem wirkte er als stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter einer führenden lokalen Tageszeitung und Wochenzeitung. Hans-Jürgen Amtage arbeitet als Kommunikationsberater und ist in den Neuen Medien unterwegs. In diesem Blog kommentiert er aktuelle (Mindener) Themen.

1 Kommentar

  1. Hoffnungen und Konjunktive. Dazu fällt mir noch als mögliche Lösung der vor Jahren von Herrn Hohorst sen. vorgeschlagene „Mindener Weg“ ein.

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