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Minden: „Jamaica“ spielt Ene, mene, muh

Das Mindener Jamaica-Bündnis ist auf der Suche nach einem Bürgermeisterkandiaten. Foto: AM

Das Mindener Jamaica-Bündnis ist auf der Suche nach einem Bürgermeisterkandiaten. Foto: AM

Ene, mene, muh – und raus bist Du. Wer zurzeit in Minden aufmerksam zuhört, der bekommt Freude daran, das Suchspiel des sogenannten Jamaica-Bündnisses im Mindener Rathaus nach einem Bürgermeisterkandidaten zu verfolgen. Durchaus interessante Namen werden bei der Suchkommission aus CDU, Grünen und FDP gehandelt. Dass dabei nicht alles glatt läuft, war zu erwarten.

Jüngstes Beispiel: der Jurist und Geschäftsführer eines heimischen Verbandes, der für Mindener Verhältnisse verhältnismäßig lange als potenzieller Kandidat der „Jamaicaner“ gehandelt wurde. Verschiedene Gespräche fanden statt – und der ein oder andere besonders aus den Reihen von CDU und FDP fokussierte sich auf den Kandidaten-Kandidaten um das Bürgermeisteramt in Minden, das im September neu zu besetzen ist, da Amtsinhaber Michael Buhre (SPD) nicht wieder zur Wahl antritt. Doch vor dem vergangenen Wochenende hieß es dann aus der kräftig dampfenden Gerüchteküche: Dieser Bewerber ist seit Ostern raus.

Ähnlich soll die Suche schon bei einem Mindener Unternehmer gelaufen sein, der nicht nur aus Sicht des schwarz-grün-gelben Trios gute Chancen gehabt hätte, dem bereits gekürten Bürgermeisterkandidaten der SPD, Michael Jäcke, bei der Wahl die Stirn zu bieten. Auch da sollen die Gespräche gut verlaufen sein, bis vom Gesprächspartner das „Ich bin raus“ erklärt wurde.

So bleibt es also weiter spannend, wer noch als Mitbewerber gegen Jäcke und den freien Kandidaten Jürgen Schnake, der gerade dabei ist, sich als Bürgermeisterkandidat zu legitimieren, ins Rennen um den Sitz im Rathaus geht. Von „Jamaica“ ist jedenfalls weiterhin zu hören, man wolle in Kürze der Öffentlichkeit einen echten Kandidaten präsentieren. Die Rede ist vom 21. April. Das wäre wohl auch angebracht. Denn ohne schwarz (oder auch grün oder gelb) malen zu wollen: Ein bisschen drängt die Zeit, wenn man den Bewerber – und auf einen Mann läuft es wohl hinaus – bei den Mindenern bis zur Wahl richtig bekannt machen will. Ob der tatsächlich aus Ostdeutschland kommt, wie kolportiert wird – mal abwarten.

Autor: © Hans-Jürgen Amtage

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Autor: Hans-Jürgen Amtage

Der Journalist Hans-Jürgen Amtage, Jahrgang 1958, ist Geschäftsführender Redakteur des Pressebüros Hans-Jürgen Amtage | Amtage Medientext in Minden. Nach dem Studium der Sozialwisssenschaften und Publizistik in Göttingen war er unter anderem für eine Yellow-Press-Agentur und als Leiter des Regionalstudios Hannover des Privatsenders RTL und Korrespondent im niedersächsischen Landtag tätig. Außerdem wirkte er als stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter einer führenden lokalen Tageszeitung und Wochenzeitung. Hans-Jürgen Amtage arbeitet als Kommunikationsberater und ist in den Neuen Medien unterwegs. In diesem Blog kommentiert er aktuelle (Mindener) Themen.

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