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Minden: Unstimmigkeiten bei Bürgermeister-Suche

Diese (angesichts der der Sitzverteilung und der Bürgermeister-Amtszeit) fehlerhafte Stellenausschreibung erschien in einem Grünen-Blatt. Foto: PR

Diese (angesichts der Sitzverteilung und der Bürgermeister-Amtszeit) fehlerhafte Stellenausschreibung erschien in einem Grünen-Blatt. Foto: PR

Bei der Suche von CDU, Bündnisgrünen und FDP nach einem gemeinsamen Bürgermeister-Kandidaten für die Wahl des Stadtoberhauptes im September in Minden gibt es Unstimmigkeiten zwischen den „Partnern“.

Nachdem die Mindener FDP sich im Januar der seit dem Herbst 2014 aktiven Suche-Kooperation aus Schwarz-Grün angeschlossen und angekündigt hat, einen gemeinsamen Gegenkandidaten für den SPD-Bewerber Michael Jäcke zu unterstützen, scheint der erste Vorstoß der Liberalen „in die Hose gegangen“ zu sein. Das verlautete aus dem Umfeld der  „Die Liberale Fraktion“ (DLF). Die DLF setzt sich aus FDP, Bürger-Bündnis Minden (BBM) und Piraten zusammen und wurde aufgrund der geringen Sitzzahl dieser drei Fraktionen nach der Kommunalwahl im Mai 2014 gebildet.

Bewerber ohne Faible für grüne Politik

Nach inoffiziellen Informationen hatte die FDP vor Kurzem einen potenziellen Bürgermeister-Kandidaten wohl ohne Abstimmung mit den Grünen nach Minden eingeladen. Der Bewerber, der zurzeit als Beigeordneter und Finanzfachmann in einer auswärtigen Stadt tätig sein soll und angeblich dort nicht wiedergewählt wird, habe „nicht einmal ansatzweise ein grünes Profil gezeigt und fast ausschließlich liberale Vorstellungen vertreten“, heißt es aus dem DLF-Umfeld. Das sei auf wenig Verständnis bei den Mindener Grünen gestoßen.

Derzeit befindet sich das schwarz-grün-gelbe Dreigestirn weiter auf Kandidatensuche für die Bürgermeisterwahl im September, bei der Amtsinhaber Michael Buhre (SPD) nach elf Jahren Amtszeit nicht wieder antreten wird. Unter den möglichen Kandidaten, die angesprochen wurden, befindet sich unter anderem ein Mindener Unternehmer. Der habe aber inzwischen erklärt, dass er aus verschiedenen Gründen, die auch in der Unternehmertätigkeit begründet sind, nicht zur Wahl stehen wird. Allerdings werde er noch als Joker gehandelt, hieß es Anfang dieser Woche im Rathaus.

Überraschend kündigte der Betreiber des Hamburger Hofs - Ameise Kulturhügel, Mir Mehdi Mazlumsaki (46/M.), am 26. März an, dass er eventuell für das Bürgermeisteramt kandidieren wolle. Foto: PR

Überraschend kündigte der Betreiber des Hamburger Hofs – Ameise Kulturhügel, Mir Mehdi Mazlumsaki (46/M.), am 26. März an, dass er eventuell für das Bürgermeisteramt kandidieren wolle. Foto: PR

Mir Mehdi Mazlumsaki kündigt überraschend Kandidaturüberlegungen an

Neben dem SPD-Kandidaten Michael Jäcke (53), der inzwischen offiziell von den Sozialdemokraten für die Bürgermeister-Wahl nominiert wurde, beabsichtigt noch der Mindener Jürgen Schnake als unabhängiger Kandidat im September in das Rennen um den Stuhl des Stadtoberhauptes im Rathaus zu gehen. Am Donnerstag (26. März) kündigte der Gastronom Mir Mehdi Mazlumsaki überraschend auf Facebook an, er wolle für das Bürgermeisteramt kandidieren, wenn ihn bis zum Wochenende 2000 „Freunde“ in dem sozialen Netzwerk wählen. Der 46-jährige Träger des Mindener Bürgerpreises betreibt seit 2007 den Hamburger Hof mit dem Kulturverein Ameise Kulturhügel.

Autor: © Hans-Jürgen Amtage 2015

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Autor: Hans-Jürgen Amtage

Der Journalist Hans-Jürgen Amtage, Jahrgang 1958, ist Geschäftsführender Redakteur des Pressebüros Hans-Jürgen Amtage | Amtage Medientext in Minden. Nach dem Studium der Sozialwisssenschaften und Publizistik in Göttingen war er unter anderem für eine Yellow-Press-Agentur und als Leiter des Regionalstudios Hannover des Privatsenders RTL und Korrespondent im niedersächsischen Landtag tätig. Außerdem wirkte er als stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter einer führenden lokalen Tageszeitung und Wochenzeitung. Hans-Jürgen Amtage arbeitet als Kommunikationsberater und ist in den Neuen Medien unterwegs. In diesem Blog kommentiert er aktuelle (Mindener) Themen.

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